Spielbank-Abzocke

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Der Schaden durch Automaten-Manipulation in der Spielbank Hannover ist weitaus größer als bisher bekannt. Wie Finanzminister Hartmut Möllring (CDU) am Donnerstag im Landtag mitteilte, wird inzwischen davon ausgegangen, dass dem Land durch die Betrügereien ein Gesamtschaden von rund 270 000 Euro entstanden ist.

17 der 19 Mitarbeiter der Spielbank und ein Finanzamt-Mitarbeiter waren in die Manipulationen verwickelt. Bei Aufdeckung der Vorfälle Ende August war Möllring noch davon ausgegangen, dass dem Land nur ein Schaden von rund 40 000 Euro entstanden war. Die kriminellen Machenschaften waren nur möglich, weil der Finanzamt-Mitarbeiter mitmachte - er war eigentlich für die Aufsicht über den korrekten Ablauf des Glücksspiels zuständig.

Die Landtags-SPD kritisierte, die Spielbankaufsicht habe die Betrügereien zu spät bemerkt. Die trickreiche Abzocke lief den Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft zufolge seit Juni 2004 und damit länger als ein Jahr. Ex-Innenminister Heiner Bartling (SPD) fragte auch nach, wie lange die Spielbankaufsicht bereits in selber personeller Zusammensetzung gearbeitet habe. Möllring erklärte, dies sei über „mehrere Jahre” der Fall gewesen.

Der Minister wies die Kritik der SPD zurück. Nur der gut funktionierenden Aufsicht über die Spielbanken sei es zu verdanken gewesen, dass der Fall überhaupt ans Licht gekommen sei. Der neue Eigentümer der Spielbank, Casinos Austria, sei bei der Aufdeckung der Vorfälle ein „kooperativer Verbündeter” gewesen.


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