Casinos Austria, deren Wachstum aus dem Auslandsgeschäft und dem Internetspiel kommt, starten am 15. Dezember mit einer Spielstätte in Brüssel. Sie soll sich als Visitkarte für weitere Auslandsprojekte präsentieren, sagt Casinos Austria-Chef Leo Wallner. Wallner erwartet aus dem Betrieb 40 Millionen Euro Jahresumsatz, fast so gross waren auch die Investitionen in den Spieltempel.
Anfang 2006 nehmen die Österreicher dann das sechste Casino in Südafrika, das zweite in Johannesburg, in Betrieb. Die Casinos Austria sind mit einem Drittel beteiligt, 20 Prozent entfallen auf regionale Investoren. 50 Prozent sollen über die Börse gehandelt werden.
Für die weitere Expansion "haben wir noch einiges in der Kriegskasse", sagt Wallner. Aus der im Vorjahr aufgelegten Unternehmensanleihe von 180 Millionen Euro seien noch 100 Millionen Euro offen. Dennoch müssen die Casino-Projekte in Japan (Okinawa), San Marino, Albanien und Zypern warten - wegen noch fehlender Rechtsgrundlagen.
In Japan und San Marino rechnet Wallner im Frühjahr 2006 mit der Verabschiedung der Glückspielgesetze. In Albanien werde es voraussichtlich länger dauern. In Deutschland, wo die Casinos Austria zehn Spielstätten in Niedersachsen erstanden, will die Casino AG ab dem Frühjahr auch online vertreten sein. Mit im Angebot sein sollen auch "Oddset"-Games, Wetten-ähnliche Spiele.
Die Casinos Austria-Gruppe (Casinos und Österreichische Lotterien) wird 2005 ihren Umsatz von 2,6 auf rund drei Milliarden Euro erhöhen. Wallner rechnet mit einem Gewinn zwischen 50 und 60 Millionen (2004: 52 Millionen Euro).


